Via ferrata delle Trincee
Wandern

Via ferrata delle Trincee

  • 11.5 km
  • 04:45 h
  • 491 m
  • 491 m
Via ferrata delle Trincee
Panoramaroute mit kriegshistorischem Hintergrund an der Mesola Dunkle vulkanische Tuffgesteine statt bleicher Dolomit – dieser geologische Umstand stempelt die Via ferrata delle Trincee zu einer Besonderheit unter den Dolomiten-Klettersteigen. Die hoch über dem Fedàiasee, am gezackten Gratkamm der Mesola verlaufende Route besitzt ihren Ursprung im Ersten Weltkrieg, wie man heute noch an vielen Relikten (und am Namen) ablesen kann. Die »Schützengräben« (= Trincee) wurden einst von den Österreichern gebuddelt, die hier am Padonkamm der italienischen Marmoladafront entgegenzutreten versuchten. Es könnte sich im Grunde um eine echte Genussferrata handeln, wäre da nicht der knackige Auftakt am Sas de Mezdi. Hier braucht man Kraft oder besser noch eine ausgereifte Klettertechnik, um dem kompakten, trittarmen Eruptivgestein die nahezu senkrechten Meter abzuringen. Doch die Schwierigkeiten sind inhomogen, denn hinter dem Sas (Bec) de Mezdi reduziert sich das Niveau spürbar, und die nachfolgende Strecke hinüber zur Mesolina weist dann zeitweise sogar Höhenwegcharakter auf, garniert mit einigen gesicherten Passagen und finsteren Stollen. Umso mehr dürfen jetzt die großen Schaustücke in den Mittelpunkt rücken: im Norden die Sella mit ihrem pyramidalen Piz Boè, entgegengesetzt die breite Gletscherbrust der Marmolada!
Ausgangspunkt: Porta Vescovo (2478 m), Seilbahn von Arabba.Anforderungen: Charakter: Teils sehr schwieriger Klettersteig mit sportlichem Anspruch speziell im ersten Abschnitt, im weiteren Verlauf nur noch stellenweise gesichert. Gewöhnungsbedürftige Kletterei an körnigen, trittarmen Vulkaniten, dabei auch kaum künstliche Tritte, bei Nässe heikel.
A tour by:
Rother Wanderführer Klettersteige Dolomiten (Mark Zahel)