Skitour
Sonntagshorn, 1961 m
- 9.2 km
- 03:45 h
- 981 m
- 981 m
Perfekte Genusstour auf den höchsten Chiemgauer Gipfel Der höchste Berg der Chiemgauer Alpen steht ganz weit im Südosten und bietet beim Anblick von seinen nördlichen Nachbarn so gar keinen Ansatzpunkt für einen Skiaufstieg. Mit steilen Felsflanken und tiefen, bewaldeten Schluchten bricht das Sonntagshorn nach Norden ab. Von Süden gesehen jedoch erschließt sich die Bedeutung seines Namens, die wohl nichts mit dem gleichnamigen Wochentag zu tun hat, sondern mit »sunn’dach« (Sonnendach) den sonnenbeschienenen Gipfelfirst bezeichnen soll, der im Winter oft in blendendem Weiß hinab ins Heutal strahlt. Das Heutal ist auch der Ausgangspunkt für unsere Skitour. Trotz der etwas aufwendigen Anfahrt, die den Berg zur Hälfte umrundet, finden viele Tourengeher zwischen München und Salzburg ihren Weg hierher. Das Sonntagshorn ist sicher kein Geheimtipp mehr – wer es etwas ruhiger haben möchte, findet in dem schneesicheren Hochtal aber noch zahlreiche weitere, weniger namhafte Tourenziele. Aufstieg und Abfahrt führen meist durch mäßig steiles, schönes Skigelände, das nur bei kritischer Schneesituation an wenigen Stellen lawinengefährdet ist. Bei hoher Schneelage handelt es sich daher um eine perfekte Genusstour, die am besten unmittelbar nach Neuschneefällen angegangen wird, sofern man unverspurte Pulverhänge sucht. Ansonsten sind die üblichen Abfahrtsschneisen schnell pistenähnlich ausgefahren und im südseitigen Gipfelhang kann die Sonne der Schneequalität recht rasch den Garaus machen. In schneearmen Wintern hingegen ist die Skitour auf das Sonntagshorn zwar einer der besseren Tipps im Chiemgau – allerdings apern die letzten Hänge über dem Heutalbauern dann oft zügig aus und im Gipfelhang sollte das zielsichere Hindurchschwingen zwischen den dann offenen Latschen beherrscht werden. Letzteres lässt sich jedoch vermeiden, wenn man sein Tourenziel kurzfristig auf das benachbarte, schattseitige Peitingköpfl ändert, das zwar deutlich niedriger ist, dafür aber meist den besseren Pulver zu bieten hat.
Ausgangspunkt: Von Unken nördlich von Lofer auf der teils steilen Bergstraße ins Heutal und zum ausgeschilderten Parkplatz »P2 – Heutalbauer« (gebührenpflichtig, 980 m).Anforderungen: Im Aufstieg flache Forststraßen, mittelsteile Waldwege und Wiesenhänge, teilweise Spitzkehren notwendig.
A tour by:
Rother Wanderführer Münchner Skitourenberge (Markus Stadler)
