Wandern
Sentiero Gustavo Vidi und Claudio Costanzi
- 27.6 km
- 11:00 h
- 1151 m
- 1942 m
Der lange, einsame Weg in den Norden der Brenta Die Brenta ist berühmt für ihren Bocchetteweg, der in den folgenden Kapiteln auch ausführlich vorgestellt werden soll. Das absolute Kontrasterlebnis dazu bietet der weitläufige Nordteil der Gruppe, landschaftlich sicher nicht ganz so bombastisch, dafür wild und urwüchsig, wenig erschlossen und eine gute Adresse für Bergfreunde mit Hang zum Außergewöhnlichen. Als Gustostück der »vergessenen« nördlichen Brenta darf der Sentiero Claudio Costanzi gelten, eine sparsam gesicherte Traverse durchs oberste Stockwerk, ziemlich verwickelt von einem Berg zum nächsten. Die Kategorie »Klettersteig« ist sicher irgendwo gerechtfertigt, aber gemessen an der Gesamtstrecke sind die Sicherungen eher Nebensache. Eine Abenteuerroute ist der Sentiero Costanzi in Wahrheit, mit richtig alpiner Würze und vom Tal aus höchstens von Konditionsbolzen an einem Tag zu schaffen. Besser man wartet eine wirklich stabile Wetterlage ab, quartiert sich in einer der beiden Biwakschachteln ein und lässt sich ganz in Ruhe von der »anderen« Brenta gefangen nehmen. Im südlichen Teil, dem stärker frequentierten Einzugsgebiet der Grostè-Seilbahn, kann übrigens der Sentiero Vidi als Appetizer vorangeschaltet werden.
Ausgangspunkt: Passo del Grostè (2437 m), Seilbahn vom Campo Carlo Magno nördlich von Madonna di Campiglio.Endpunkt: Campo Carlo Magno (1646 m), Talstation der Funivia del Grostè.Anforderungen: Charakter: Große Überschreitung in Gratnähe mit etlichen Klettersteigpassagen, die auf die Länge gerechnet aber nicht das Hauptmerkmal sind.
A tour by:
Rother Wanderführer Klettersteige Dolomiten (Mark Zahel)
