Wandern
Schangnau – Emmeschlucht – Eggiwil
- 11.8 km
- 04:30 h
- 373 m
- 563 m
Gang doch e chli der Ämme naIrgendwo muss sie durch, die Emme. Schaut man vom Schibegütsch, dem Südgipfel der Schrattenflue, westwärts, so sieht man den flachen Boden von Bumbach und Schangnau, durch den der junge Fluss meistens gemütlich fließt, bis er verschwindet in grünen Weiden und Wäldern. Dort versteckt sich die 4,5 km lange Emmeschlucht, welche das Wasser aus dem Gestein herausgefressen hat. Bis 50 Meter hoch sind die Nagelfluhwände an der engsten Stelle, dem 2 km langen ersten Teil der Emmeschlucht, auch bekannt als Räbloch; dort ermöglicht eine Naturbrücke den Übergang vom einen zum andern Ufer. Aber insgesamt ist die Schlucht bis zu drei- bis viermal so tief, nur sind ihre Flanken nicht überall vertikal – zum Glück nicht. So können wir sozusagen auf halber Höhe hindurchgehen, auf Pfaden, welche teilweise die Geschicklichkeit einer Gämse erfordern. Erst nach Bächleren wandern wir direkt dem Fluss nach, bis uns Nagelfluhwände, zwischen denen er mäandriert, erneut zum Ausweichen zwingen. Wo der Geissbach in die Emme mündet, wird das Emme-Tal flach – auf Flusshöhe. Nun könnten wir tagelang auf Uferwegen gehen, bis die Emme in die Aare mündet.
Ausgangspunkt: Schangnau, 929 m; Postauto von Escholzmatt an der Bahnlinie Bern – Langnau – Luzern.Endpunkt: Eggiwil, 739 m; Bus nach Signau an der gleichen Bahnlinie.Anforderungen: Abenteuerliche, oft weglose, teilweise ausgesetzte Durchquerung der Emmeschlucht auf etwa halber Höhe, mit einer Überquerung des Flusses.
A tour by:
Rother Wanderführer Emmental (Daniel Anker)
