Wandern
Konzenlacke – Marteller Hütte, 2610 m
- 9.2 km
- 04:00 h
- 646 m
- 646 m
Zu den wilden Wassern im MartelltalDie großen Gletscher Zufallferner und Langerferner reichten früher bis weit in das Martelltal hinunter. Zur Zeit der Schneeschmelze entstanden an den Gletscherzungen oft große Schmelzseen, die ausbrachen und das Tal verwüsteten. Nach den großen Überschwemmungen der Jahre 1888, 1889 und 1891 wurde auf der Hochebene von Zufall eine Staumauer errichtet, »Der Bau« genannt, um die Plima zu bändigen und das Martelltal vor weiteren Wasserausbrüchen zu bewahren. Die Staumauer existiert noch heute, aber die Gletscherwasser haben ihre Gefährlichkeit in der Hitze des Klimawandels eingebüßt, und so dient uns die Deichkrone als spannender Wanderweg. Tief unter uns sehen wir die Plima, wie sie in einem Tunnel unter der Staumauer verschwindet und sich auf der anderen Seite in eine tiefe Schlucht ergießt – ein alpenweit einzigartiges Landschaftsbild. Der dritte Ferner über Zufall, der Fürkeleferner, hat auf seinem Rückzug einen malerischen See hinterlassen: die Untere Konzenlacke. In ihr spiegelt sich die Marteller Hütte, das Ziel unserer Wanderung. Auf dem Weg dorthin gibt es noch ein weiteres Wasserwunder zu bestaunen: den Konzentschetter, einen stiebenden Wasserfall.
Ausgangspunkt: Innermartell, 2050 m.
A tour by:
Rother Wanderführer Südtirol - Wandern am Wasser (Evamaria Wecker, Primus Wecker)
