Wandern
Durch den Eistobel
- 5.5 km
- 01:30 h
- 145 m
- 145 m
Wasserfälle und Strudellöcher Am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren bildete sich im Talkessel von Ebratshofen ein großer Gletschersee. Das Schmelzwasser lief über eine Rinne ab – der Eistobel war geboren. Im Laufe der Jahrtausende grub sich die Obere Argen immer tiefer ins Gestein, dort wo sich härtere und weichere Gesteinsschichten abwechselten, entstanden Kaskaden, Strudellöcher und Wasserfälle. Das Wasser stürzt im Eistobel besonders nach starken Regenfällen mit großer Kraft über das harte, betonartige Nagelfluhgestein talwärts, tiefer liegende weichere Schichten aus Mergel oder Sandstein werden dabei ausgespült, wodurch bis zu acht Meter tiefe Strudellöcher entstanden sind. Auch wenn in diesen tiefen Kolken das Baden wegen lebensgefährlicher Strömungen verboten ist, gibt es viele kleinere Strudeltöpfe, die zu einer Erfrischung einladen. An der »Hohen Wand« warten neben einem schönen Kiesstrand, der zum Sonnen und Spielen im knietiefen Wasser viele Familien anzieht, große Felsblöcke zum Klettern. Oft stranden hier auch von der Oberen Argen mitgerissene Baumstämme, die die Abenteuerlust der Kinder wecken und dafür sorgen, dass man es doch nicht mehr zur Riedholzer Kugel (siehe Variante) hinaufschafft, sondern den kürzeren Weg der Hauptroute nach Riedholz wählt, wo man den Kindern im Gasthof Adler ein Steckerleis kaufen kann.
Ausgangspunkt: Parkplatz an der Argentobelbrücke (auch Eistobelbrücke) an der Straßenverbindung Isny – Oberstaufen zwischen den Orten Maierhöfen und Grünenbach, 714 m (Navi – 88167 Grünenbach, Hauptstraße 81).
A tour by:
Rother Wanderführer Erlebniswandern mit Kindern Allgäu (Eduard Soeffker, Sigrid Soeffker)
