Wandern
Beichlstein, 1164 m
- 15.0 km
- 04:30 h
- 269 m
- 269 m
An einem der letzten Wildflüsse der Alpen Frech stellt sich dem bei Vorderhornbach ungestüm nordwärts strebenden Lech ein im Vergleich zu den Bergriesen rundum eigentlich kaum ernst zu nehmender Buckel in den Weg. Es ist der Beichlstein, auch Baichlstein oder Baikelstein genannt. Hartnäckig drängt der Dreikäsehoch – seine Gipfelhöhe schafft nicht mal die 1200-Meter-Marke – die herantanzende Flut ab und lässt sie auf die an der Öffnung des Namloser Tals angesiedelte Gemeinde Stanzach zuspülen. Drei Merkmale fallen angesichts seiner bescheidenen Höhe auf: die mit einem Gipfelkreuz geschmückte Felskante, west- und ostseitig teilweise lotrecht abstürzende Felswände und ein exzellenter Taltiefblick. Doch bevor wir uns mit diesem liebenswerten Waldhöcker anfreunden, lässt erst mal die lockere Schneewanderung durchs abwechslungsreiche untere Lechtal, eines der naturbelassensten Täler Mitteleuropas mit weiten Umlagerungsstrecken und schutzwürdigen Lebensgemeinschaften, Hochgefühle aufkommen. Die stimmungsvolle Genießerroute zwischen den vielgestaltigen Allgäuer und Lechtaler Bergen führt mitunter direkt am Lech entlang, einem der letzten unregulierten Flüsse der Alpen. Trotz jahrhundertelanger Uferbefestigungen zum Schutz der Talwiesen darf der Fluss auf langen naturnahen Abschnitten frei walten und gestalten. Ständig verändert der Lech mit dem Transport ungeheurer Geröllfrachten sein Gesicht, verlegt immer wieder Flussarme und erhält somit eine faszinierende Auenlandschaft am Leben.
Ausgangspunkt: Talort / Ausgangspunkt: Forchach, 910 m. Im vorderen Lechtal, Tirol. Bus von Reutte (Zug von Kempten). Tourismusverband Lechtal, A-6652 Elbigenalp, +43/(0)5634/5315, www.lechtal.at.Bushaltestelle am Feuerwehrhaus, 910 m; Parkplatz an der Info-Tafel beim Alpengasthaus Sonne.Anforderungen: Bis zum Jagdhaus Feldele geräumte Forstwege.
A tour by:
Rother Wanderführer Allgäuer Alpen (Herbert Mayr)
