Säuling-Bergtour mit Wanderkarte in 3D

05:30 h

1240 m

1240 m

11.9

Kondition

Schwierigkeit

Erlebnis

Die markante Form des Säulings erinnert an eine Pyramide und prägt das Landschaftsbild im Allgäuer Königswinkel entscheidend. Das Wahrzeichen der Region ist schon von weitem sichtbar und überragt das Füssener Seengebiet majestätisch. Wie gemalt fügt sich das weltberühmte Schloss Neuschwanstein am Fuße des Säulings in die herrliche Natur ein. Um den Zweitausender zu besteigen, ist Kondition für den schweißtreibenden Aufstieg gefragt. Am Gipfelkreuz angekommen, das sich auf der Grenze zwischen Bayern und Tirol befindet, wird der Bergwanderer jedoch durch traumhafte Aussichten für alle Strapazen entschädigt. Welche Wanderroute auf den Säuling sich besonders lohnt und was du über die Bergtour wissen musst, erfährst du auf dieser Seite – inklusive Wander-App und Wanderkarte in 3D!

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Tourbeschreibung

Region: Deutschland/Bayern

Gebirge: Ammergauer Alpen, nördliche Kalkalpen

Berg: Säuling 2.048 m

 

Die Bergtour auf den Säuling startet in Hohenschwangau und führt in fünf bis sechs Stunden 1.200 Höhenmeter hinauf zum Gipfel. Es ist sehr wichtig, dass du genügend Flüssigkeit und energiereiche Snacks im Rucksack dabeihast, denn an unserer Wanderroute gibt es keine bewirtschaftete Hütte oder Alm. Dafür bewegst du dich in traumhaft schöner Natur und genießt im Gipfelbereich auch die Aussicht in das österreichische Tal des Lechs rund um Reutte.

Aufstieg zum Säuling

Die Besteigung des wuchtigen Berges beginnt in Hohenschwangau unmittelbar neben dem Großparkplatz P4 und dem Ticketcenter der Königsschlösser. Zunächst führt der Weg zum Schloss Neuschwanstein, bis auf der rechten Seite ein breiter Schotterweg mit einem Hinweisschild zum Säuling abzweigt. Auf Schotter geht es eine Weile bergauf bis zur sogenannten Feuchtwiese auf 1.280 m. Dort beginnt ein schmalerer Bergweg, der anfangs steil hinauf lenkt, nach einer Abzweigung nach Osten jedoch flacher mit leichtem Auf und Ab durch die bewaldete Nordflanke führt. Nach einem Abzweig nach rechts, der zum Säuling weist, wird es dann wieder bedeutend steiler und das Gelände felsiger. Hier hat der Bergwanderer viel Spaß in abwechslungsreichem Terrain, denn es folgen eine kurze Eisenleiter und drahtseilversicherte Passagen.

Abstiegsvariante

Im Abstieg vom Säuling kann dieselbe Route gewählt werden. Möglich ist es außerdem, vom Gipfel zum Säulinghaus zu gehen. Biege dafür auf dem Sattel nach links ab und folge der grasigen Südflanke des Berges in einigen Kehren nach unten. Im letzten Abschnitt vor dem Säulinghaus folgt noch eine leicht ausgesetzte, felsige Passage mit Drahtseilen. Nach der Einkehr in der 1.730 m hoch gelegenen Hütte muss ein kurzes Stück des Weges wieder zurückgegangen werden, bevor die Route unterhalb der steilen Felswände zum Pilgerschrofen weist. Du wanderst um den Berg herum auf einen weiteren Sattel, bevor der Abstieg beginnt, der dich auf den schmalen Bergsteig des Hinweges führt.

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Die Highlights auf der Bergtour zum Gipfel des Säulings

Großartige Ausblicke über Deutschland und Österreich sind für die meisten Bergwanderer das Schönste – ob bei der Säuling-Besteigung, auf dem Hochvogel, am Tegelberg oder der Tour zum Heilbronner Weg. Doch es warten noch weitere Highlights im Allgäuer Königswinkel und den Ammergauer Alpen!

Schlösser des Märchenkönigs

Der Märchenkönig Ludwig II. von Bayern ließ ab 1869 Schloss Neuschwanstein in unmittelbarer Nähe zum Schloss Hohenschwangau errichten, wo er seine Kindheit verbrachte. Beide Schlösser locken jedes Jahr 1,5 Millionen Touristen aus aller Welt in den hintersten Winkel von Bayern und zählen zu Deutschlands bekanntesten Postkartenmotiven. Neben den romantischen Bauwerken ist der Säuling im Hintergrund einer der meistfotografierten Berge. 

Sage vom Teufel

Der Teufel war so verärgert darüber, dass die Menschen in Roßhaupten, 15 Kilometer von Hohenschwangau entfernt, ein Gotteshaus errichtet hatten, dass er einen großen Felsbrocken aus dem Säuling riss. Er schleuderte das Gestein in Richtung des Ortes, doch als die Kirchenglocken läuteten, fiel der Brocken senkrecht auf die Erde. Kurz vor Roßhaupten liegt der mit einem Kreuz versehene Monolith heute noch und kann besichtigt werden.

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Tipps und Informationen

Der Säuling ist wie alle beliebten Aussichtsberge im Allgäu, im Zugspitzgebiet oder rund um Berchtesgaden bei schönem Wetter gut besucht. Er stellt keine besonders hohen technischen Ansprüche – die Wanderung darf allein aufgrund ihrer Länge und der 1.200 zu überwindenden Höhenmeter jedoch nicht unterschätzt werden. Achte immer auf das aktuelle Bergwetter und gehe die Bergtour nur an, wenn du dich absolut schwindelfrei und trittsicher fühlst. Wichtige Details zur Besteigung des Säulings hier kurz und knapp:

Hohenschwangau ist über die B16 und B17 sowie über die A7 erreichbar. Aufgrund der touristisch immens wichtigen Bedeutung des Ortes sind die Beschilderungen sehr gut.   Auch der österreichische Teil der Berchtesgadener Alpen ist streng geschützt – im Naturschutzgebiet Kalkhochalpen.

Die meisten Gäste besuchen Hohenschwangau wegen der Königsschlösser, deshalb ist die Auslastung der Parkplätze in der Saison extrem hoch. Wer allerdings früh am Morgen startet, kann sein Fahrzeug wenige Meter neben dem Startpunkt auf dem Alpseeparkplatz (P4, kostenpflichtig) abstellen.

In Hohenschwangau gibt es zahlreiche Gastronomiebetriebe vom einfachen Imbiss bis hin zum luxuriösen Hotel. Auf der Bergtour zum Säuling findest du dagegen keine bewirtschaftete Hütte oder Alm. Wenn du eine alternative Route für den Abstieg wählst, kannst du im Säulinghaus einkehren, einer einfachen Hütte der Naturfreunde-Ortsgruppe Augsburg. In Hohenschwangau gibt es zahlreiche Gastronomiebetriebe vom einfachen Imbiss bis hin zum luxuriösen Hotel. Auf der Bergtour zum Säuling findest du dagegen keine bewirtschaftete Hütte oder Alm. Wenn du eine alternative Route für den Abstieg wählst, kannst du im Säulinghaus einkehren, einer einfachen Hütte der Naturfreunde-Ortsgruppe Augsburg. 

Die übliche Ausrüstung für Bergtouren wird benötigt: Rucksack mit Wasser und Snacks, Sonnen- und Regenschutz, wärmende Bekleidung und knöchelhohe Bergschuhe. Ein Klettersteigset ist nicht erforderlich, du kannst es jedoch verwenden, wenn es dir mehr Sicherheit gibt.

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