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Hochvogel-Bergtour mit Wanderkarte in 3D

10:15 h

1630 m

1630

17.6

Kondition

Schwierigkeit

Erlebnis

Der Hochvogel ist ein imposanter Berg der Allgäuer Alpen, der das Panorama der Region dominiert. Denn die unmittelbar benachbarten Berggruppen sind 200 bis 300 Meter niedriger, wodurch die frei stehende Felspyramide besonders beeindruckt. Über den Gipfel des Hochvogels auf 2.592 Metern verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Der Berg ist über zwei markierte Hauptrouten erreichbar. Neben den Normalwegen gab es früher mehrere Kletterrouten, die jedoch wegen des brüchigen Hauptdolomits und der langen Anmarschwege kaum noch begangen werden. Wir stellen dir die beliebteste Bergtour auf den Hochvogel samt detaillierter Wanderkarte in 3D auf dieser Seite vor!

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Tourbeschreibung: Besteigung des Hochvogels

Region: Deutschland/Bayern

Gebirge: Allgäuer Alpen, nördliche Ostalpen

Berg: Hochvogel 2.592 m

 

Die Route auf den Hochvogel beginnt in Hinterstein, was zunächst irritiert, denn vom Ort aus ist der Berg gar nicht zu sehen. Doch ist erst einmal das Giebelhaus mit dem Bus erreicht, bist du dem Gipfel schon ein ganzes Stück näher. Die Wanderung führt in zahlreichen Kehren bergauf zum ersten Zwischenziel, dem Prinz-Luitpold-Haus auf 1.846 Metern. An einem idyllischen Bergsee vorbei geht es weiter zum „Kalten Winkel“, wo auch im Sommer mit einem Schneefeld gerechnet werden muss. Anschließend folgst du dem Weg hinauf zum Hochvogel. Für den Rückweg bietet sich die Überschreitung der 2.370 Meter hohen Kreuzspitze an.

Von Hinterstein zum Prinz-Luitpold-Haus

Du willst zwar wandern, doch um Zeit zu sparen, steigst du in Hinterstein am besten in den Bus.

 

Denn der ideale Ausgangspunkt für die Besteigung des Hochvogels ist das Giebelhaus im Hintersteiner Tal, das mit einem privaten Linienbus bequem erreichbar ist. Vom Giebelhaus aus folgst du zunächst einer breiten Forststraße.

 

Nach der Überquerung des Bärgündelebachs wird der Weg schmaler und steiler. In Kehren geht es bergauf zum Prinz-Luitpold-Haus.

Dorf Hinterstein in Allgäu

Du willst zwar wandern, doch um Zeit zu sparen, steigst du in Hinterstein am besten in den Bus. Denn der ideale Ausgangspunkt für die Besteigung des Hochvogels ist das Giebelhaus im Hintersteiner Tal, das mit einem privaten Linienbus bequem erreichbar ist. Vom Giebelhaus aus folgst du zunächst einer breiten Forststraße. Nach der Überquerung des Bärgündelebachs wird der Weg schmaler und steiler. In Kehren geht es bergauf zum Prinz-Luitpold-Haus.

Dorf Hinterstein in Allgäu

Vom Prinz-Luitpold-Haus zum Hochvogel-Gipfel

Hinter der Schutzhütte geht es an einem kleinen Bergsee vorbei Richtung Südosten nach einer vergleichsweise flachen Passage stets bergauf, wodurch du schnell an Höhe gewinnst. An einer Abzweigung hältst du dich links zur Balkenscharte und folgst den engen Kehren. Ist die Scharte erreicht, geht es am Berghang entlang weiter zum „Kalten Winkel“. Das steile Schneefeld verschwindet auch im Sommer nicht ganz und verlangt Bergerfahrung. Die Serpentinen sind jedoch zumeist gut gestuft.

Der weitere Aufstieg hinter der Kaltwinkelscharte erfolgt über ein Geröllband und an einem brüchigen Felsturm vorbei. Er mündet auf den letzten 200 Höhenmetern in eine einfache Kletterei in nicht ausgesetzter Lage hinauf zum Gipfelkreuz des Hochvogels.

Hinter der Schutzhütte geht es an einem kleinen Bergsee vorbei Richtung Südosten nach einer vergleichsweise flachen Passage stets bergauf, wodurch du schnell an Höhe gewinnst. An einer Abzweigung hältst du dich links zur Balkenscharte und folgst den engen Kehren. Ist die Scharte erreicht, geht es am Berghang entlang weiter zum „Kalten Winkel“. Das steile Schneefeld verschwindet auch im Sommer nicht ganz und verlangt Bergerfahrung. Die Serpentinen sind jedoch zumeist gut gestuft.

Der weitere Aufstieg hinter der Kaltwinkelscharte erfolgt über ein Geröllband und an einem brüchigen Felsturm vorbei. Er mündet auf den letzten 200 Höhenmetern in eine einfache Kletterei in nicht ausgesetzter Lage hinauf zum Gipfelkreuz des Hochvogels.

Abstieg über die Kreuzspitze

Hast du den Panoramablick auf dem Hochvogel genossen und bist bereit zum Abstieg, führt dich der Weg zurück bis zur Kaltwinkelscharte. Hier folgst du jedoch nicht demselben Steig wie beim Aufstieg, sondern hältst dich links. In steilen Passagen gelangst du zum Gipfel der 2.370 Meter hohen Kreuzspitze, die du überschreitest.

 

Der weitere Verlauf der Bergtour bringt dich in einem Bogen hinunter bis zu der Abzweigung, die dich auf dem Hinweg zur Balkenscharte geleitet hat. Der Rest des Wanderweges führt dich auf bereits bekannter Strecke zurück zum Prinz-Luitpold-Haus und zum Giebelhaus.

Hast du den Panoramablick auf dem Hochvogel genossen und bist bereit zum Abstieg, führt dich der Weg zurück bis zur Kaltwinkelscharte. Hier folgst du jedoch nicht demselben Steig wie beim Aufstieg, sondern hältst dich links. In steilen Passagen gelangst du zum Gipfel der 2.370 Meter hohen Kreuzspitze, die du überschreitest.

Der weitere Verlauf der Bergtour bringt dich in einem Bogen hinunter bis zu der Abzweigung, die dich auf dem Hinweg zur Balkenscharte geleitet hat. Der Rest des Wanderweges führt dich auf bereits bekannter Strecke zurück zum Prinz-Luitpold-Haus und zum Giebelhaus.

Achtung: Beim Weg zur Kreuzspitze handelt es sich um einen kurzen Klettersteig, der gut mit Drahtseilen gesichert ist. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sowie ein Klettersteigset mit Gurt und Helm sind absolut erforderlich!

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Das Highlight bei der Bergtour auf den Hochvogel

Am Hochvogel wanderst du abseits touristischer Sehenswürdigkeiten in der unberührten Natur. Während das Prinz-Luitpold-Haus Tagesziel von vielen Wanderern ist, darunter auch Familien mit Kindern und Hunden, lichten sich hinter der Alpenvereinshütte die Reihen. Zwar wird der Hochvogel von Bergsteigern gern und oft erklommen, da er für geübte auch ohne Bergführer machbar ist, doch überfüllt sind die Wege nicht. Die traumhafte Bergwelt ist hier wie auch in der Zugspitzregion oder im Berchtesgadener Land Highlight und Lohn aller Anstrengungen.

Bergpanorama über drei Länder

Wer auf dem Gipfel des Hochvogels steht, kommt nicht umhin, die bei schönem Wetter grandiose Aussicht in alle Himmelsrichtungen zu genießen. Im Osten sind große Teile der nördlichen Kalkalpen, von Wetterstein und Karwendel sichtbar. Neben zahlreichen Bergen der Allgäuer Alpen gleitet der Blick im Süden weit nach Österreich hinein über die Lechtaler Alpen, zum Zentralalpenkamm der Hohen Tauern, bis hin zur Silvretta. Westlich schließen sich die Schweizer Alpen an. Mit etwas Glück ist der Säntis deutlich auszumachen. Nach Norden eröffnet sich das schwäbische Alpenvorland bis hin zum Schwarzwald.

Felssturz: Wie gefährlich ist die Besteigung des Hochvogels?

Ein Spalt im Gestein ist im Hochgebirge nichts Besonderes. Es sei denn, er weitet sich immer mehr und wird so zu einer echten Gefahr. Am Hochvogel ist dieses Szenario Realität, denn es steht fest, dass es unausweichlich zu einem Felssturz kommen wird. Bis zu 260.000 Kubikmeter Fels werden ins Tal stürzen, wenn der Gipfel auseinanderbricht. Hauptdolomit ist von Natur aus sehr brüchig. Doch die frei stehende Kegelform des Berges begünstigt die Spaltweitung zusätzlich: Durch Wasser in den Gesteinszwischenräumen erodiert der Fels nach jedem Winter. Um ein Frühwarnsystem aufzubauen, wurde der Hochvogel im Gipfelbereich mit Sensoren gespickt. Sie messen alle Veränderungen taggenau und sollen eine frühzeitige Warnung vor dem Felssturz ermöglichen.

Ein Spalt im Gestein ist im Hochgebirge nichts Besonderes. Es sei denn, er weitet sich immer mehr und wird so zu einer echten Gefahr. Am Hochvogel ist dieses Szenario Realität, denn es steht fest, dass es unausweichlich zu einem Felssturz kommen wird. Bis zu 260.000 Kubikmeter Fels werden ins Tal stürzen, wenn der Gipfel auseinanderbricht. Hauptdolomit ist von Natur aus sehr brüchig. Doch die frei stehende Kegelform des Berges begünstigt die Spaltweitung zusätzlich: Durch Wasser in den Gesteinszwischenräumen erodiert der Fels nach jedem Winter. Um ein Frühwarnsystem aufzubauen, wurde der Hochvogel im Gipfelbereich mit Sensoren gespickt. Sie messen alle Veränderungen taggenau und sollen eine frühzeitige Warnung vor dem Felssturz ermöglichen.

Erste kleinere Felsstürze hat es in der Vergangenheit bereits gegeben. 1935 lösten sich beispielsweise tausende Kubikmeter Gestein aus der Südwestwand. Der Bäumenheimer Weg, der von österreichischer Seite auf den Hochvogel führte, wurde 2014 vom Land Tirol dauerhaft gesperrt, da für Wanderer durch lose Felsbrocken hier Lebensgefahr besteht.

 

Das Prinz-Luitpold-Haus liegt weit genug entfernt, sodass dort bei einem Felssturz mit großer Wahrscheinlichkeit nichts passieren wird. Über das aktuelle Risiko kann auch die Wirtsfamilie Auskunft geben. Durch die Überwachung des Berges ist die Besteigung weiterhin möglich, dem du ohnehin immer mit Respekt und Konzentration begegnen solltest.

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Tipps und Informationen

Für alle Wanderungen und Bergtouren in den Allgäuer Alpen gelten ähnliche Hinweise, egal ob es über den Heilbronner Weg, zum Säuling oder auf den Tegelberg gehen soll: Informiere dich über das Bergwetter und vermeide unnötiges Risiko! Für deine Planung der Hochvogelbesteigung haben wir hier einige zusätzliche Tipps zusammengefasst:

Das Allgäu ist über die A7 aus allen Himmelsrichtungen zu erreichen. Ab Kempten geht es auf der B19 südwärts nach Sonthofen, wo die B308 nach Bad Hindelang abzweigt. Am Ortseingang befindet sich ein Kreisverkehr, dessen erste Ausfahrt direkt Richtung Hinterstein führt

Am Ortsende von Hinterstein liegt der große Parkplatz „Auf der Höh“, der sich als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in der Umgebung anbietet. Die Parkgebühr beträgt vier Euro pro Tag, Gästekarteninhaber parken kostenfrei. Weniger als 200 Meter entfernt befindet sich die Bushaltestelle Richtung Giebelhaus.

Das Giebelhaus ist ganzjährig mit wenigen Unterbrechungen geöffnet und bietet allgäutypische Speisen und Getränke. Die Alpenvereinshütte Prinz-Luitpold-Haus wird von Juni bis Oktober bewirtschaftet und stellt in dieser Zeit eine willkommene Einkehrmöglichkeit dar. Darüber hinaus gibt es hier 268 Schlafplätze, die sich vor allem für Hüttentouren und Mehrtageswanderungen eignen.

Für die Bergtour auf den Hochvogel ist die übliche Wanderausrüstung mit Bergschuhen, Sonnen- und Regenschutz, angemessener Kleidung, ausreichend Flüssigkeit und energiereichen Snacks erforderlich. Zudem wird ein Klettersteigset für den Auf- und/oder Abstieg über die Kreuzspitze benötigt.

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