Wandern
17 Schutzhaus Waxeneck – Markt Piesting
- 18.0 km
- 05:45 h
- 547 m
- 943 m
Von alten Raubtieren und altem Handwerk Wären wir am Beginn des 19. Jahrhunderts am Wiener Alpenbogen unterwegs gewesen, hätten wir für Begegnungen mit Raubtieren gewappnet sein müssen. Bär, Luchs und Wolf waren zu dieser Zeit hier noch heimisch, doch der Mensch fühlte sich von ihnen bedroht und rottete sie zusehends aus. Besonders interessant ist eine Tafel, auf die wir am Aufstieg zur Hohen Mandling stoßen. So soll an dieser Stelle am 20. November 1866 der letzte Wolf in Niederösterreich erlegt worden sein. Mittlerweile ist bekannt, dass vor allem der Wolf langsam wieder in Niederösterreich heimisch wird, angeblich wurde Meister Isegrim in der Schneebergregion gesichtet. Wir müssen uns jedenfalls nicht vor einer Begegnung fürchten. Da ist ein Lottogewinn wahrscheinlicher – oder dass die Pecherei wieder ein aufstrebender Industriezweig wird. Dass sie das einmal war, bezeugen Spuren auf Föhrenbäumen sowie der informative Pecherlehrpfad oberhalb von Alkersdorf. Mit melancholischen Erinnerungen an vergangene Zeiten steigen wir nach Markt Piesting ab. Auch wissend, dass wir dem Ende des Wiener Alpenbogens immer näher kommen.
Ausgangspunkt: Schutzhaus Waxeneck, 745 m.Verkehrsmittel: Das Schutzhaus Waxeneck ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht direkt erreichbar. Schnellster Aufstieg vom Bahnhof Pernitz-Ortmann über Feichtenbach, ca. 1.45 Std.Anforderungen: Einfach zu gehende Wanderwege sowie Forststraßen, beinahe kein Asphaltanteil.
A tour by:
Rother Wanderführer Wiener Alpenbogen (Martin Moser)
