Wandern
Marbachegg – Hängst, 2091 m – Hirsegg
- 13.6 km
- 05:00 h
- 798 m
- 1196 m
Steilgras und SteinwogenTeer, Gras und Karst bilden den Hauptuntergrund auf dieser Traversierung eines kilometerlangen Bergkammes. Dazu ein wenig Schotter, Wald- und Moorboden. Der Teer zum Glück nur zu Beginn und am Schluss. Dazwischen aber dieser grasige Westhang des Hängst, zusammen mit der Hächle der höchste Gipfel der Schrattenflue – mit 600 Höhenmetern Aufstieg von der Alp Imbrig aus erreichbar, auf einem bloß schuhbreiten Pfad. Die ganze Westseite der Schrattenflue ist 5,5 km lang, von Bern aus gut sichtbar, und trotzdem nicht der wirklich charakteristische Bestandteil des Berges. Auf der Ostseite, auf der Abdachung gegen das Tal der Waldemme hinab, breiten sich riesige Karstfelder aus: Schrattenkalk, so weit das Auge reicht, aber nicht ganz so weit, wie die Füße tragen, jedenfalls nicht ganz so schnell. Da muss man vorsichtig gehen, damit man das Felsgelände mit all den teils messerscharfen Kanten, Rinnen und Löchern schmerzfrei erlebt. Wer sich Steilgras und Steinwogen nicht zumuten will, wandert nur auf die Käsealp Imbrig oder bleibt gar im Hotel Eigerblick auf der Marbachegg hocken – und liest den Bergroman »Schrattenfluh« von Gustav Renker.
Ausgangspunkt: Marbach, 886 m, dann Fahrt mit der Gondel zum Marbachegg, 1469 m. Nach Marbach mit dem Postauto von Escholzmatt an der Bahnlinie Bern – Schüpfheim – Luzern.
A tour by:
Rother Wanderführer Emmental (Daniel Anker)
