Wandern
Valle del Bove, Monte Centenari
- 15.7 km
- 05:00 h
- 759 m
- 759 m
Expedition durch die Lavawüste zu einem Ätna-Lateralkrater Wie ein gewaltiger schwarzer Gletscher zieht sich die Lava von der Ostflanke des Ätna in Stufen weit hinab ins Valle del Bove. Der scharfe Untergrund, auf dem wir unterwegs sind, ist gerade mal ein Vierteljahrhundert alt und Resultat eines Ausbruchs, der bis in das Jahr 1993 andauerte. Welche Dramatik und Gefahr dieser Ausbruch für die Menschen vor allem in Zafferana Etnea darstellte, lässt uns die Gedenktafel, die dem Planierraupenfahrer Rosario di Carlo gewidmet ist, zu Beginn der Wanderung erahnen. Beim Versuch, die Lavaströme am Erreichen des Ortes zu hindern, verlor er sein Leben. Mit dem Ätna vor Augen, wandern wir tief ins Valle del Bove hinein, rechts über uns der Bergkamm der Serra delle Concazze. Schon dieser Streckenabschnitt, der von jedermann bewältigt werden kann, ist ein einzigartiger Genuss. Erst ab gut der halben Strecke zum Monte Centenari wird das Gelände dann immer schwieriger zu begehen, zuletzt balancieren wir regelrecht entgegen der Fließrichtung über die erstarrten Lavafelder durch eine beeindruckende bizarre und fast schon bedrohliche schwarze Welt. Kurz bevor wir den Monte Centenari erreichen und am Kraterrand umrunden, kann es sein, dass es aus der Erde zischt, die Luft flimmert und der Boden stellenweise warm wird. Gut, dass wir jederzeit umkehren können.
Ausgangspunkt: Rastplatz beim Rifugio Pietracannone. Von Zafferana Etnea nach Fornazzo und dort links in die Via Mareneve (Hinweise Etna Nord, Rifugio Citelli, Pietracannone). Nach dem Ort und nach einer Linkskehre ein Lavafeld queren. Im folgenden Wald links der Rechtskehre parken.Anforderungen: Die erste Hälfte ist problemlos und einfach.
A tour by:
Rother Wanderführer Sizilien (Dorothee Sänger, Michael Gahr)
