Wandern
Hahnenköpfle, 2082 m
- 13.6 km
- 05:45 h
- 903 m
- 903 m
Über den zerschründeten GottesackerSchon der Name drückt die Ehrfurcht der Menschen aus, die auf dem verkarsteten Hochplateau nördlich des Ifenstocks der Natur wohl immer nur schwer etwas zum Leben abtrotzen konnten. Die Gottesackeralpe ist bereits in den 1930er-Jahren aufgegeben worden und längst verfallen. Es dominieren scharfkantige, von Rillen, Klüften und Dolinen durchzogene Karrenfelder, die der geologischen Formation des Helvetikums zugeordnet werden: einst abgelagerter Meeresboden, im Zuge der Alpenfaltung emporgehoben und später vom Zahn der Zeit zernagt, vor allem durch chemische Lösungsverwitterung, die man auch Verkarstung nennt. Gleichwohl zeigen sich auch begrünte Wannen mit Graspolstern und den Farbtupfern einer seltenen Flora, anderswo latschenbestandene Zonen, in denen das Wild Einstände findet. Im südlichen Teil des Gottesackers erhebt sich das Hahnenköpfle, direkt vor der senkrechten Ifenmauer eigentlich nur ein unscheinbarer Gupf, aber eine tolle Aussichtskanzel zwischen Allgäu und Bregenzerwald. Mit einem Zustieg durchs Kürental (wo von Archäologen ein steinzeitlicher Lagerplatz entdeckt wurde) lernen wir das Gepräge dieser für das Kleinwalsertal außergewöhnlichen Landschaft aufs Intensivste kennen. Am Hahnenköpfle selbst sowie beim Abstieg durch die Ifenmulde geht es dann wesentlich lebhafter zu.
Ausgangspunkt: Wäldele, beim Haus Sonnblick, ca. 1200 m (Beginn des Weges zur Schneiderkürenalpe). Bushaltestelle der Linie 3 von Riezlern, geringe Parkmöglichkeiten am Straßenrand. Alternativ kann man auch bei der Auenhütte parken und das Schlussstück der Tour an den Anfang legen bzw. diese umgekehrt vollziehen (ggf.
A tour by:
Rother Wanderführer Kleinwalsertal (Mark Zahel)
