Wandern
Hohe Geige, 3395 m
- 6.6 km
- 06:00 h
- 1072 m
- 1072 m
Auf die Königin des Geigenkamms Als Hauptgipfel und Namensgeber des Geigenkamms – der unser Pitztal ja auf ganzer Länge ostseitig begleitet – ist die Hohe Geige ein begehrtes Ziel. Dies zumal sich die Altvorderen hier um eine Steiganlage kümmerten, was sonst am Geigenkamm eine ziemliche Ausnahme ist. Mit der Rüsselsheimer Hütte hat der Berg natürlich auch sein nützliches Basislager. Allerdings wird der einstige Normalweg, eine etwas beschwerliche und potenziell steinschlaggefährdete Route, heute meistens nur noch im Abstieg begangen. In Mode gekommen ist stattdessen der Westgrat, eine herzhafte Blockkletterei im I. und II. Grad, die über das typische Bergwanderniveau schon ein Stück hinausgeht. Freilich sind die alpinen Spielformen in der Praxis ja fließend, sodass tüchtige, erfahrene Bergsteiger hier ein absolutes Gustostück vor sich haben, belohnt mit einem Panorama, das bei klarem Wetter nur als gigantisch bezeichnet werden kann. Und der Abstieg erweist sich dann eigentlich als gar nicht so garstig, sofern man sich in alpinem Gelände heimisch fühlt …
Ausgangspunkt: Rüsselsheimer Hütte, 2323 m. Zustieg siehe Tour 40.Anforderungen: T5 am Westgrat, T4 am alten Normalweg. Der Westgrat verlangt immer wieder Blockkletterei (I und vereinzelt II), einige exponierte Passagen auch klettersteigartig entschärft. Im Gipfelbereich viel Blockschutt und je nach Jahreszeit größere Schneefelder.
A tour by:
Rother Wanderführer Pitztal (Mark Zahel)
