Wandern
Fort Libéria – Chapelle St-Etienne
- 11.0 km
- 03:45 h
- 676 m
- 676 m
Gut erhaltene Festungen hier, Kapellen und ein Dorf in Ruinen dort »Villefranche ist von alters her befestigt und hat’s schwer, sich auszudehnen; das Tal ist an dieser Stelle sehr schmal. Oben, hundertachtzig Meter über der Stadt, liegt das Fort.« So sah es Kurt Tucholsky in seinem »Pyrenäenbuch« von 1927. Sébastien le Prestre de Vauban (1633–1707) sah es geografisch nicht anders: Um den Pyrenäenfrieden von 1659 zu sichern, mit dem die Cerdagne und der Conflent zu Frankreich gekommen waren, ließ er Villefranche und das Fort Libéria zum uneinnehmbaren Vorposten des Königreichs von Louis XIV. ausbauen. Allerdings diente die Festung nicht nur dazu, mögliche Angreifer abzuschrecken und abzuhalten. Zwei Hauptfiguren der sogenannten »Affaire des Poisons« (Giftskandal), Anne Guesdon und La Chopelin, wurden hier Ende des 17. Jahrhunderts für rund 30 Jahre gefangen gehalten. Sie werden die schöne Aussicht auf den Canigou nicht wirklich genossen haben.
Ausgangspunkt: Villefranche-de-Conflent, 427 m; an der N 116 Perpignan – Bourg-Madame. Bahn von Perpignan. Anforderungen: Keine, außer etwas Orientierungssinn; die Wege sind nur teilweise markiert.Einkehr: (und Unterkunft) Gaststätte im Fort Libéria.
A tour by:
Rother Wanderführer Languedoc-Roussillon (Daniel Anker, Jacques Maubé)
