Wandern
Wolayersee, 1959 m
- 12.9 km
- 06:15 h
- 1129 m
- 1129 m
Kleiner Grenzverkehr rund um den Wolayersee Im Aufstieg vom Gasthof Valentinalm zum Wolayersee gilt es zunächst, das Valentintörl als sperrenden Riegel zu überwinden. Es verbindet die elegante Pyramide des Rauchkofels mit der Hohen Warte, dem höchsten Berg der Karnischen Alpen. Steil und düster strebt die Nordwand der Hohen Warte vom Valentintörl hinauf zum Gipfel, zwei schwere Klettersteige durchziehen die mächtige Felsflanke. Weiter östlich, in den Nordabstürzen der Kellerspitzen, ist ein kleines Schneefeld eingebettet: das Eiskar, der südöstlichste Gletscher Österreichs. Am Valentintörl finden wir ein unterirdisches Wegenetz: Hier lebt eine große Kolonie Murmeltiere, verspielt tollen sie über die Grashänge und mit etwas Glück können wir den putzigen Tieren einige Zeit zusehen, bevor sie durch einen gellenden Warnpfiff in ihre Baue vertrieben werden. Für den Wanderer ist der Rauchkofel mit seinen Blumenwiesen ein lohnendes Ziel, ein prachtvoller Logenplatz vor den großen Felswänden. Vom Törl führt ein steiler Weg zum Gipfel, etwas gemütlicher ist dann der Abstieg zum malerischen Wolayersee. Mal dunkelgrün, mal tiefblau schimmernd ist er das Kleinod am Karnischen Höhenweg. Eingebettet zwischen den steilen Felswänden von Seekopf und Seewarte, eines Nebengipfels der Hohen Warte, hat er eine großartige alpine Kulisse, während die blumenreichen Seeufer zum Entspannen und einem kühlen Bad einladen. Rund um den See wandern wir über einen 400 Millionen Jahre alten Meeresboden. Mit etwas Aufmerksamkeit können wir versteinerte Korallen, Muscheln und Seesterne entdecken. So viele Erlebnisse verlangen zu guter Letzt nach einer ausgiebigen Rast, und so laden uns gleich zwei bestens geführte Hütten zum Einkehren ein. Während die Italiener, die aus dem Friaul zum Wolayerpass aufsteigen, häufig zur Wolayerseehütte streben, um sich mit Bier und Apfelstrudel zu stärken, zieht es die Österreicher gerne zum Rifugio Lambertenghi, wo sie sich Rotwein, Pasta und Cappuccino schmecken lassen.
A tour by:
Rother Wanderführer Kärnten (Evamaria Wecker)
