Gletscherweg Pasterze, 2369 m
Wandern

Gletscherweg Pasterze, 2369 m

  • 7.7 km
  • 03:00 h
  • 499 m
  • 499 m
Gletscherweg Pasterze, 2369 m
Faszinierende Wanderung in der Welt der Gletscher Gletscher bzw. das Eis der Gletscher sind immer in Bewegung, ständigen Veränderungen unterworfen. Im Nährbecken verwandelt sich Schnee in Eis, fließt als Gletscher talwärts und schmilzt an der Zunge, am Gletschertor, zu Wasser. Ist der Nachschub an Schnee geringer als der Abschmelzvorgang, schwinden die Gletscher, was wir seit einiger Zeit in unseren Alpen in wahrhaft dramatischem Ausmaß erleben müssen. Das Gestein, das die Gletscher mit sich führen und bei ihrem Rückgang ablagern, nennt man Moränen; an ihnen kann man die Entwicklungen der Gletscher gut erkennen. Mitte des 19. Jh. erlebten die Alpen eine Kälteperiode, die Gletscher vergrößerten sich, stießen weiter in die Talregionen vor, wurden mächtiger und erlebten neue Höchststände. An der Pasterze wird anhand des Moränenwalls und vom Eis freigegebener Holzteile der Höchststand auf das Jahr 1852 datiert. Damals waren der Margaritzenfelsen östlich und der Elisabethfelsen westlich des heutigen Margaritzenstausees vollständig vom Eis bedeckt. 1856 besuchten Kaiser Franz Josef I. und Kaiserin Elisabeth die Glocknerregion. Die Kaiserin kam bis zum Elisabethfelsen, der damals wieder ein wenig aus dem Eis ragte, während sich der Kaiser bis zur Franz-Josefs-Höhe vorwagte, um von dort das eindrucksvolle Panorama zu genießen. Seither gehen die Gletscher immer mehr zurück, sowohl in der Länge als auch in der Höhe der Eisoberfläche: 1852 reichte die Eisoberfläche der Pasterze noch bis zur Franz-Josefs-Höhe, 1963 wurde von der Franz-Josefs-Höhe zur Pasterze eine Standseilbahn gebaut, um die Schaulustigen bis an den Eisrand zu fahren, heute befindet sich die Talstation weit oberhalb und streckenmäßig weit entfernt von der Gletscherzunge! Der Gletscherweg Pasterze führt vom Glocknerhaus über den Margaritzenstausee und den Moränenwall von 1852 zum Elisabethfelsen und an der jungen Möll entlang über den Sandersee in die karge Moränenlandschaft, die der Gletscher in den letzten 20, 30 Jahren freigegeben hat; von dort können wir noch zum Gletschertor weitergehen. Neun Haltepunkte markieren die interessantesten Plätze, erläutert in dem Naturkundlichen Führer »Gletscherweg Pasterze« (siehe Tipp).
Ausgangspunkt: Talort: Heiligenblut, 1288 m, am Südportal der Glockner-Hochalpenstraße.Ausgangspunkt: Glocknerhaus, 2136 m, an der mautpflichtigen Glockner-Hochalpenstraße (Infos unter www.grossglockner.at) gelegen, großer Parkplatz.Busverbindung von Heiligenblut zum Glocknerhaus, Fahrplan unter www.nationalpark-hohetauern.at/wanderbus.
A tour by:
Rother Wanderführer Kärnten (Evamaria Wecker)