Sigmundskron und Girlan
Wandern

Sigmundskron und Girlan

  • 8.2 km
  • 02:30 h
  • 226 m
  • 226 m
Sigmundskron und Girlan
Symbolträchtiger Ort und interessantes Museum Die mächtige Burg hockt sperrig-breit auf einem Porphyrfelsen über dem Zusammenfluss von Etsch und Eisack. Sie wird urkundlich erstmals im Jahr 945 als »formigarica« genannt; seine Besitzer kontrollierten die wichtige Etschfurt bei Bozen. Am höchsten Punkt der Burg erhebt sich die romanische Stephanskapelle, ältestes Bauwerk der gesamten Anlage. Aus romanischer Zeit stammt wohl auch der Weiße Turm an der Nordseite. Herzog Sigmund, der »Münzreiche«, baute die Burg im späten 15. Jahrhundert zu einem modernen Festungskomplex gegen die Venezianer aus. Vier gewaltige Rundtürme und ein hoher Viereckturm schützten den auf der Angriffsseite bis zu 5 Meter dicken Mauerring. Weil ihm das Geld ausging, musste er Sigmundskron allerdings bald verpfänden. In der Folgezeit verfiel die Anlage mehr und mehr. 1957 machte Sigmundskron Schlagzeilen: Aus Protest gegen die Nichteinhaltung der Pariser Verträge durch die italienische Regierung versammelten sich in der Burg 30.000 Südtiroler mit dem Motto »Los von Trient!«, angeführt vom Landeshauptmann Silvius Magnago. Nach dem Erwerb von Sigmundskron durch das Land Südtirol entstanden bald erste Pläne für eine Revitalisierung der alten Mauern. Den Ideenwettbewerb gewann Reinhold Messner. In der Folge entstand das Herzstück des Messner Mountain Museums unter dem Motto »Berg und Mensch«. Eine Ausstellung im Weißen Turm ist der Geschichte der Burg gewidmet.
Ausgangspunkt: Parkplätze (330 m) beim Schloss, beschilderte Zufahrt an Frangart vorbei. Alternativ Bahnstation Sigmundskron bzw.
A tour by:
Rother Wanderführer Bozen - Kaltern (Helmut Dumler, Gerhard Hirtlreiter, Eugen E. Hüsler)