Wandern
Steinköpfle, 1669 m
- 13.3 km
- 07:15 h
- 953 m
- 953 m
Verzwickter Hüttenaufstieg beschert einsame Gipfelfreuden Auch wenn es zwischendurch ganz und gar nicht danach aussehen mag, so entpuppt sich der seit Urzeiten bekannte Immenstädter Skiaufstieg durchs Steigbachtal zum Steinköpfle über dem Almagmach doch noch auf überzeugende Art und Weise zu einem echten Schneeschuhspaß. Die Gipfelschau beinhaltet nicht nur die Felshörner des Tannheimer Tales und die bestechend hochalpine Runde des Oberstdorfer Talkessels, sie beglückt uns sogar noch mit dem fernen Rätikon, vor dem sich die Bergeshöhen des Bregenzerwaldes versammeln. Draußen im Norden bringen die Höhenzüge des Alpenvorlands Bewegung ins Bild und uns zu Füßen zeichnet ein von unten eben noch unscheinbarer Bachlauf verspielte Mäander ins makellose Weiß. Die Bezeichnung Steinköpfle findet sich im Übrigen weder in Karten noch im Alpenvereinsführer. Nur bei Einheimischen und Insidern ist die nicht besonders ausgeprägte Erhebung im Nordostteil des Naturparks Nagelfluhkette mit der Höhe 1669 m zwischen den beiden bedeutenderen Nachbarn Steineberg und Stuiben unter diesem Namen bekannt. Wäre nur noch anzufügen, dass die unter einem dicken Flockenteppich begrabene Sommerroute aus dem oberen Steigbachtal zur anmutigen Alpwanne am Gipfelfuß durch unübersichtlichen Hochwald verläuft. Dieser spannende, auch mal grimmig steile Vorschlag richtet sich demnach an gut motivierte Individualisten, selbstständige Schneeschuhgeher mit Freude am Orientieren, die während eines kurzen asketischen Intermezzos nicht gleich das Handtuch werfen, sondern vielmehr dem Erwecken eines intensiven Lebensgefühls zuliebe gerne ein wenig Ganzkörpertraining mit ins Spiel bringen.
Ausgangspunkt: Talort / Ausgangspunkt: Immenstadt, 728 m. Das »Städtle« an der Illertal-Öffnung, am Rand der Allgäuer Alpen, Oberallgäu. Mit dem Zug von Kempten aus erreichbar.
A tour by:
Rother Wanderführer Allgäuer Alpen (Herbert Mayr)
